Der bedürfnisorientierte Umgang mit Babys und der Stellenwert einer ausgewogenen Eltern-Kind-Beziehung sind in der heutigen Zeit enorm wichtig geworden. Die natürliche Nähe sowie die eigene Intuition und Empathiefähigkeit in der Kommunikation mit dem Baby zu spüren, sind Dinge, die in anderen Völkern der Erde und auch in der Entstehungsgeschichte des Menschen eine Selbstverständlichkeit darstellen, jedoch in unserer westlichen Gesellschaft im Laufe der Zeit an Bedeutung verloren haben. Sie sind aber wichtiger denn je, wenn es darum geht, dass aus unseren Kindern später einmal sozial kompetente, handlungs- und empathiefähige Menschen werden. Der Grundstein für diese Kompetenzen wird bereits in der Schwangerschaft und in frühester Kindheit gelegt und die ersten wichtigen Voraussetzungen dafür sind die Entstehung von Urvertrauen sowie eine gesunde Eltern-Kind-Bindung. Genau hier möchte ich ansetzen und dich unter anderem vor allem darin bestärken, dir Gedanken zu dieser Thematik zu machen und so eine glückliche, entspannte und sorgenfreie erste Zeit mit deinem Baby zu verbringen. Wenn dein Baby da ist, helfe ich dir bei jeglichen Fragen und unterstütze dich auch gerne persönlich und individuell vor Ort im Umgang mit deinem Baby.

 

Was ist Bedurfnisorientierung?

Der Ansatz der Bedürfnisorientierung (auch attachment parenting oder Bindungsorientierung) geht davon aus, dass Kinder sich gesund und richtig entwickeln, wenn sie in einer liebevollen und sicheren Bindung zu mindestens einer Bezugsperson aufwachsen.

Genauer gesagt geht es um einen  respektvollen, verantwortungsvollen Umgang mit den kindlichen Bedürfnissen und vor allem darum, diese ernst zu nehmen. Im Falle eines Säuglings achten die Eltern genau auf die Signale ihres Babys und versuchen diese richtig zu deuten. Eine enorm wichtige und grundlegende Voraussetzung für das Gelingen, gerade in dieser frühen kindlichen Entwicklungsphase, sind hierbei Körperkontakt, Nähe und Schutz.

Der bindungsorientierte Umgang mit einem Baby ist bei genauerer Betrachtung eigentlich nichts Neues, sondern entspricht zumeist den natürlichen Instinkten der Mutter, sofern sie es schafft, sich über die in unserer Gesellschaft erlernten und erwarteten Verhaltensnormen/-muster hinwegzusetzen.

 

Was sind die Grundprinzipien der Bedürfnisorientierung?

Das Konzept der Bedürfnisorientierung geht zurück auf den amerikanischen Arzt und 8-fachen Vater Dr. William Sears, der 7 Leitprinzipien als Hilfsmittel für eine stabile Eltern-Kind-Beziehung formuliert hat:

  • BONDING
  • STILLEN (nach Bedarf)
  • TRAGEN
  • SCHLAFEN (gemeinsam)
  • SIGNALWIRKUNG DES WEINENS (unmittelbar reagieren)
  • SCHLAFTRAINING (oder Ähnliches NICHT)
  • GLEICHGEWICHT (zwischen den Bedürfnissen aller Familienmitglieder)

Diese Prinzipien sollen eine Orientierungshilfe sein und keinesfalls dogmatisch abgearbeitet werden. Grundsätzlich  geht es darum, diese an die eigene Familie anzupassen und individuell umzusetzen. Das Wichtigste sollte dabei immer ein liebevoller, respektvoller und authentischer Umgang in der Familie (mit dem Baby, aber auch mit sich selbst) sein, so dass sich alle Familienmitglieder wohl fühlen.